Schon seit der Antike werden die Heilkräfte der Kornblume geschätzt. Der wissenschaftliche Name „Centaurea cyanus“ wird mit dem Zentauren Chiron, der eine Wunde am Fuße des Helden Achilles geheilt haben soll, in Verbindung gebracht.

Im Mittelalter wurde die religiöse Symbolik und die Heilkraft der Kornblume zwar geschätzt, doch sie wurde eher als Ackerunkraut gesehen.

Ich freue mich immer sehr, wenn ich sehe, dass sich in den Getreidefeldern trotz Unkrautvernichtungsmitteln noch Kornblumen, Kamille und Mohn durchsetzen. Das unverwechselbare Blau der Kornblumen ist eine wahre Augenweide.

Im Sommer kann ich reichlich von den herrlichen Blumen pflücken, um damit Wolle zu färben, nachdem sie für einige Tage meinen Tisch geschmückt hatten.

Vor allem Kornblumen sind in jeder Hinsicht eine Wohltat für die Augen. Das aus den Kornblumen gewonnene Hydrolat wirkt antiseptisch, reinigend, lindernd und kühlend. Besonders wohltuend wirkt es auf die empfindliche Haut um die Augen, wenn diese geschwollen und gereizt ist. Hier kann das Hydrolat seine gewebefestigenden Eigenschaften entfalten.

Aus einigen Blütenblättern ziehe ich eine alkoholische Tinktur aus, um mir damit ein aufhellendes Shampoo für meine silber-blonden Haare zu rühren.

In Glycerin ausgezogen geben die Blütenblätter nicht nur ihre Wirkstoffe, sondern auch ihre Farbe ab. Das Glycerol ist dann die Basis für viele feuchtigkeitsspendende Hautreinigungs-und Pflegeprodukte.