Die robuste Wildpflanze fühlt sich an schattigen Plätzen in der freien Natur, aber auch in Parks und Gärten wohl. Dort breitet sie sich mit unverwüstlicher Kraft flächendeckend aus und macht sich so bei vielen GärtnerInnen unbeliebt. Doch sind in letzter Zeit auch wieder die kulinarischen Vorzüge des Giersch in den Vordergrund gerückt. Die Pflanze lässt sich ähnlich wie Spinat verarbeiten oder kann roh Smoothies und Salate verfeinern. Der Giersch bietet neben der feinen Würze reichlich Vitamin C, Kalzium und Eisen. In Notzeiten diente die Pflanze für Mensch und Tier über Monate hinweg als willkommene Nahrungsquelle.

Verwendet werden die frisch ausgetriebenen Blätter und Stängel, die im Frühjahr besonders gehaltvoll sind. Beginnt die Pflanze zu blühen, dann können die weißen Dolden entfernt werden, damit der Giersch im September nochmals geerntet werden kann. Diese Giersch-Tomaten-Quiche kann vom Frühjahr bis in den Herbst hinein zubereitet werden.

Schon in den mittelalterlichen Klostergärten wurden die positiven Eigenschaften des Giersch geschätzt. Seine entzündungshemmenden, reinigenden und vitalisierenden Eigenschaften kommen in dieser schmerzlindernden Salbe zum Einsatz.