Die extreme Hitze des diesjährigen Frühsommers bekamen auch die Bäume zu spüren. Die Fichtenzapfen schütteten so große Mengen Harz aus, dass es von den Bäumen herabtropfte. Das Harz schützt die heranwachsenden Zapfen vor Krankheitskeimen, Fressfeinden und Witterungseinflüssen. Einige der zu Boden gefallenen Fichtenzapfen habe ich gesammelt, um das Harz in Öl auszuziehen. Für gewöhnlich werden zur Gewinnung des Harzes die Zapfen für einige Tage an einen sonnigen Ort gelegt, um die Harzausscheidung anzuregen. Dann werden die Harze in warmen Öl ausgezogen. Doch diese Zapfen konnte ich direkt ins warme Öl legen, wo sich schnell eine feine Harzschicht auf dem Öl bildete.
Das würzige, duftende Harz der Fichtenzapfen wirkt entzündungshemmend und findet Einsatz bei rheumatischen Beschwerden, Furunkeln und Abszessen.
Aus diesem Fichtenzapfen-Ölauszug habe ich folgende Salbe gerührt:
Für diese Salbe werden folgende Zutaten benötigt:
- 20 g Fichtenzapfennöl auf Rapsöl-Basis
- 10 g Kakaobutter
- 2 g Lanolin
- 1 g Honig
Zubereitung
Aus Rapsöl und Fichtenzapfen nach dieser Anleitung einen warmen Ölauszug herstellen.
Im so gewonnenen Ölauszug werden nun Lanolin und Kakaobutter sanft geschmolzen.
Den Honig einrühren.
In kleine Gläser füllen, erkalten lassen und den Deckel schließen. Die Salbe ist so lange haltbar wie die verwendeten Zutaten.


Inés Hermann, 1961 auf der Schwäbischen Alb geboren und der Heimat treu geblieben, Ehefrau, Mutter von 5 Söhnen, Großmutter von 4 Enkelkindern, Modeverweigerin,