Letzte Woche waren die Äste der Schlehenbüsche noch nackt, doch jetzt hüllen sie sich in ihr weißes Blütenkleid. Der feine Duft der Blüten lockt zahlreiche, hungrige Bienen und Hummeln. Beim Umschwärmen der Schlehenbüsche geben sie ihr Frühlingskonzert.

Es gibt zahlreiche Verarbeitungsmöglichkeiten für die Früchte, doch habe ich bislang nur wenige Rezepte mit Schlehenblüten gefunden.

Eines davon ist eine pflegende Creme, die zarte Gesichtshaut beruhigt und nährt.

Für die Naturküche habe ich in einem antiken Kochbuch die handschriftliche Aufzeichnung eines Rezepts für Schlehenblüten-Sirup entdeckt. Die Zubereitung ist wie bei allen Blütensirups unkompliziert. Der Geschmack ist eine Offenbarung: ebenso bittermandel-süß wie der Duft der Blüten – ein Hauch von Marzipan.

Ich mag es, wenn ich auch noch Monate nach der Ernte das Frühlingsaroma kosten kann, deshalb habe ich noch ein paar Gläser Schlehenblüten-Gelee eingekocht.

Für dieses Schlehenblüten-Gelee werden folgende Zutaten benötigt:
  • 1/2 Litermaß frische Schlehenblüten
  • 1 Liter Orangensaft
  • 333 g Gelierzucker 1:3
So wird das Schlehenblüten-Gelee zubereitet:

Zuerst werden die Blüten um die Mittagszeit geerntet.

Die Blüten schütteln, um sie von Insekten zu befreien – nicht waschen!

Die gereinigten Blüten in einen Topf geben.

Den Orangensaft leicht erwärmen und über die Blüten gießen.

Den Topf schließen und das Gemisch über Nacht ziehen lassen.

Am nächsten Tag durch ein feines Sieb filtern.

Den Sud mit dem Gelierzucker mischen und nach Vorschrift aufkochen.

Das heiße Gelee in gut gespülte Gläser füllen und sofort verschließen.

Schlehenblüten-Gelee schmeckt nicht nur lecker als Brotaufstrich, sondern ist auch eine köstliche Zutat für diesen klassischen Streuselkuchen.