Der ausdauernd wachsende Löwenzahn wird oftmals als lästiges Unkraut gesehen. Dabei ist der Löwenzahn ein gesundes Lebensmittel aus dem sich köstliche Gerichte zubereiten lassen. Ich habe zahlreiche Rezepte in antiken Kochbüchern gefunden, denn vor allem in Notzeiten bereicherte der Löwenzahn die schmale Kost. Doch auch die Reformkost entdeckte bereits vor gut 100 Jahren die vitalisierende Wirkung des Wildkrauts. In einem der „Wendepunkt-Kochbücher“ von Berta Brupbacher-Bircher werden Rohkostsalate und ungekochte Kräutersoßen mit Löwenzahnblättern verfeinert.

Schon Ende des 19. Jahrhunderts war bekannt, dass Löwenzahnblätter die Vitalität steigern und die Verdauung positiv beeinflussen. Die Bedeutung der Vitamine war damals noch nicht erforscht. Davon enthält der Löwenzahn beachtlich viele: neben den Vitaminen A, B, C und D bietet er auch Mineralstoffe wie Kalzium an.
Die reichlich vorhandenen Bitterstoffe fördern den Gallefluss und erleichtern die Fettverdauung. So wird die Leberfunktion unterstützt und der Stoffwechsel angeregt.
Dieses fein-herbe Pesto ist eine herrliche Kombination aus pflückfrischen Löwenzahnblättern, würzigem Bärlauch, proteinreichen Sonnenblumenkernen und gesundem Pflanzenöl.
Für das Löwenzahnpesto werden folgende Zutaten benötigt:
- 50 frische, junge Löwenzahnblätter
- 10 Bärlauchblätter
- 30 g Sonnenblumenkerne
- 80 bis 100 g Olivenöl
- 10 g geriebener Parmesan
- 1/2 Teelöffel Salz
- 1 Prise Pfeffer
- 1 Spritzer Zitronensaft, dann bleibt das Pesto schön grün
So wird das Pesto zubereitet:
Die Sonnenblumenkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett vorsichtig anrösten.
Die Blätter grob zerkleinern.
Alle Zutaten in einen Mixer geben und kurz pürieren bis eine cremige Paste entsteht.

Inés Hermann, 1961 auf der Schwäbischen Alb geboren und der Heimat treu geblieben, Ehefrau, Mutter von 5 Söhnen, Großmutter von 4 Enkelkindern, Modeverweigerin,