Im Frühling setzt der Löwenzahn leuchtend gelbe Farbtupfer auf die sattgrünen Wiesen. Die ausdauernde Pflanze fühlt sich selbst an eher unwirtlichen Standorten sehr wohl. Der Überlebenskünstler wird oft als lästiges Unkraut gesehen, doch er ist eine vielseitige Heilpflanze, wertvolle Bienenweide und eine Bereicherung für die Kräuterküche. Die honigsüßen Blüten verarbeite ich zu Sirup und Gelee.
Die kräftigen Pfahlwurzeln enthalten vor allem im Herbst zahlreiche Bitterstoffe und eine hohe Menge Inulin, was der Darmgesundheit zu Gute kommt. In Notzeiten wurden die Wurzeln wie Gemüse verarbeitet und verzehrt. Aus den getrockneten und gerösteten Wurzeln wird der Zichorienkaffee hergestellt.
Löwenzahnblätter enthalten die Vitamine A, B, C und D sowie Mineralstoffe wie Kalzium. Die reichlich vorhandenen Bitterstoffe fördern den Gallefluss und erleichtern die Fettverdauung. So wird die Leberfunktion unterstützt und der Stoffwechsel angeregt. Die jungen, zarten Blätter lassen sich hervorragend in Kräutersalz, Salate, Suppen und Wildkräuter-Butter verarbeiten.
Die frischen Blütenknospen verarbeite ich zu „falschen Kapern„.
In dieser Salbe entfaltet der Löwenzahn seine hautpflegende Wirkung.
In jedem Frühjahr siede ich eine Löwenzahn-Seife.
Selbst zum Färben von Textilien verwende ich den Löwenzahn.



Inés Hermann, 1961 auf der Schwäbischen Alb geboren und der Heimat treu geblieben, Ehefrau, Mutter von 5 Söhnen, Großmutter von 4 Enkelkindern, Modeverweigerin,