Da ich auch Filzkurse für Kinder gebe, bin ich immer auf der Suche nach Objekten, die auch von zarten Händen gefilzt werden können. Bälle in jeder Gestalt sind der Klassiker, die sind einfach zu filzen und sind regen zu vielfältigen Spielen an.
Das Filzen der Trocknerbälle ist daher eine sinnvolle Beschäftigung mit Kindern. Im Umgang mit Wolle, Wasser und Seife lernen sie spielerisch sich einer längeren Aufgabe zu widmen.
Wie funktionieren die Trocknerbälle?
Die Trocknerbälle bewirken, dass die Wäschestücke voneinander getrennt und aufgelockert werden. Somit kann die Luft besser zirkulieren. Zudem nehmen Trocknerbälle überschüssige Flüssigkeit im Trockner auf und reduzieren so ein wenig die Trocknungszeit. Sie helfen Daunenjacken und Kissen sich wieder aufzurichten und zu regenerieren.
Trocknerbälle machen Weichspüler überflüssig!
Die selbst gefilzten Trocknerbälle schonen nicht nur die Umwelt, sondern helfen Energie und Geld zu sparen.
Warum nicht einfach Tennisbälle verwenden?
Für die Tennisballfertigung wird überwiegend Naturkautschuk eingesetzt. Daneben werden Füllstoffe, Ruß, Zinkoxid, Kieselgel und eine Vielzahl von weiteren Chemikalien in kleineren Anteilen eingesetzt. Dazu gehören in erster Linie Vernetzer (Vulkanisiermittel), Vulkanisationsbeschleuniger, Beschleunigeraktivatoren, Vulkanisationsverzögerer, Alterungsschutzmittel, Treib-, Haft- und Trennmittel. Ein weiterer Bestandteil eines Tennisballs ist der Filz aus Schafwolle und Nylon. Umweltprobleme bei der Fertigung werden in erster Linie in Produktionsabfällen und in Emissionen aus den Vulkanisationsanlagen gesehen.
Zum Filzen eines Trocknerballs werden folgende Zutaten benötigt:
- 30 bis 40 g ungefärbte Schafwolle
- Seife und warmes Wasser zum Filzen
So werden die Trocknerbälle gefilzt:
Ich arbeite immer nur mit lauwarmen Wasser und selbst gesiedeter Seife, das schont die Hände. Vor allem die zarte Haut von Kinderhänden sollten scharfer Kernseife und heißem Wasser nicht ausgesetzt werden.
Die Wolle zu einem kleinen Ball wickeln.
Die Wolle mit feuchten und sehr seifigen Händen vorsichtig kreisförmig reiben. Die Bewegung lässt sich am besten mit Knödel oder Schneeball formen erklären.
Immer wieder Wolle um den Ball wickeln und den Vorgang wiederholen, bis der Ball groß genug ist.
Dann die Seife ausspülen und den Ball in ein Handtuch wickeln. Darin wird er dann ordentlich gewalkt. Es ist sehr hilfreich, wenn dies einem alten Waschbrett oder der Küchenspüle gewalkt wird. So wird der Ball dicht und fest.
So einfach werden die Trocknerbälle angewendet:
Zusammen mit der Wäsche in den Trockner legen und das Programm starten.
Nach dem Trocknervorgang die Bälle mit der Wäsche aus der Trommel nehmen und gut austrocknen lassen.

Inés Hermann, 1961 auf der Schwäbischen Alb geboren und der Heimat treu geblieben, Ehefrau, Mutter von 5 Söhnen, Großmutter von 4 Enkelkindern, Modeverweigerin,