Es ist Sommersonnenwende, die wohl schönste Zeit im Jahr. Auch wenn ich weiß, dass ab jetzt die Tage immer kürzer werden, so liegen die wärmsten Wochen vor uns. 

Die Rosen und der Holunder in unserem Garten stehen gerade in voller Blüte. Diese beiden Pflanzen bieten mir fast alles, was ich für meine Haarpflege brauche.
Aus den Blütenblättern der wunderbar duftenden Gallica-Rose konnte ich reichlich Rosenwasser  destillieren.

Ich habe meine Frisur über die Jahrzehnte immer wieder der Mode angepasst, jedoch hatte ich noch nie kurzes Haar. Während ich mein Haar früher gerne offen trug, stecke ich sie jetzt lieber hoch. 

In den letzten Jahren habe ich meine Haarpflege immer weiter „minimiert“, das heißt nur noch zweimal wöchentlich mit einfachen, selbst hergestellten Shampoos waschen und danach das Haar mit einer Spülung oder Kur behandeln. Auf chemische Behandlungen verzichte ich schon seit meiner fernen Jugend. Mein einstmals roter Farbanteil ist nun weiß und ergibt mit den noch blonden Haaren eine lebendige Farbmischung. Mein silber-blondes Haar lässt mich nicht älter erscheinen, vielmehr sorgt der gesunde Glanz für eine vitale Ausstrahlung. 

Rosenblüten-Shampoo 

Für dieses Rezept werden folgende Zutaten benötigt: 

Für die Zubereitung 

alle Zutaten in einer Flasche mischen und schütteln. 

Das Tensid Coco glucoside ist relativ dickflüssig, so dass das Shampoo eigentlich ohne Verdicker auskommt. Wer es gerne noch dickflüssiger mag, der sollte eine Messerspitze Xanthan in Glycerin auflösen und in die Mischung geben. Alternativ ist Agaragar oder Agartine ein sehr guter veganer Eindicker. 

Anwendung 

Die Menge des Shampoos ist von der Haarlänge und der Wasserhärte abhängig. Ungefähr einen Teelöffel des Shampoos auf dem gut befeuchteten Haar verteilen, einmassieren und gut ausspülen. 

Saure Spülung mit Holunder- und Rosenblüten 

Holunderblüten hellen das Haar sanft auf. Rosenblüten duften nicht nur herrlich, sondern pflegen das Haar und lassen es glänzen. Der Honig spendet Feuchtigkeit, kräftigt das Haar und wirkt Haarbruch entgegen. Apfelessig schenkt dem Haar gesunden Glanz, denn die enthaltene Säure glättet und schließt die äußere Schuppenschicht der Haare. Auch für die Kopfhaut ist Apfelessig eine Wohltat. Die Essigsäure hat eine antiseptische Wirkung und verhindert so das Ausbreiten infektiöser Keime. Zudem wirkt Apfelessig entzündungshemmend und regt die Heilung an. Ergänzt wird die Spülung mit Zitronensaft. Die Säure löst nach dem Waschen mit Leitungswasser die im Haar verbliebenen Kalkreste und verhindert so ein allmähliches Abstumpfen. 

Diese Menge genügt für 2 bis 3 Anwendungen bei mittellangem Haar. 

Für dieses Rezept werden folgende Zutaten benötigt: 

  • 1 Liter Wasser 
  • 5 bis 6 Holunderblüten-Dolden
  • 1 Handvoll frische oder getrocknete Rosenblüten 
  • 50 g Apfelessig 
  • 1 Zitrone 
  • 1 Esslöffel Honig 

Für die Zubereitung 

Holunder- und Rosenblüten in eine Schüssel geben. 

Wasser erwärmen und damit die Blüten übergießen. Das Wasser sollte nicht heiß, sondern nur etwa 60 Grad warm sein, damit die Blüten nicht verbrennen. 

Den Honig einrühren und ziehen lassen, bis der Sud erkaltet ist. 

Die Flüssigkeit durchsieben, dass keine Pflanzenreste in der Spülung sind. 

Zitrone auspressen und den Saft zusammen mit dem Apfelessig einrühren. 

In Flaschen abfüllen und gut verschließen. 

Die Anwendung 

ist sehr einfach. Nach jeder Wäsche wird die Spülung über Kopfhaut und Haare gegossen. 

Ein weiteres Nachspülen mit Wasser ist nicht mehr nötig. 

Rosen-Sprühkur gegen trockenes Haar 

Diese Sprühkur ist im Handumdrehen hergestellt und wird einfach ins feuchte oder trockene Haar gesprüht. 

Es werden nur diese Zutaten benötigt

Herstellung 

Alle Zutaten in eine Sprühflasche oder Zerstäuber füllen – schütteln – fertig. 

Anwendung 

Vor jedem Gebrauch kurz schütteln und je nach Bedarf aufsprühen.