Dieses Rezept habe ich in „Königs Kochbuch für die bürgerliche Küche“ von 1910 gefunden. Dabei habe ich die handschriftlichen Ergänzungen der ehemaligen Besitzerin mit ins Rezept aufgenommen. Der Kuchen ist saftig und locker, die aromatisierte Sahne verleiht einen intensiven Holunderblütengeschmack – ein rundum gelungener Genuss!

Für den Holunderblütenkuchen werden folgende Zutaten benötigt:

  • 6 frische Holunderblütendolden
  • 100 g Sahne
  • 250 g weiche Butter
  • 250 g Puderzucker
  • etwas geriebene Zitronenschale
  • 4 Eier
  • 400 g Mehl
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • Für die Glasur 1 Esslöffel Holunderblütensirup und 50 g Holunderblütenzucker
  • 2 Holunderblütendolden
Zubereitung

Holunderblüten nach dem Pflücken vorsichtig schütteln und von Insekten befreien. Nicht waschen, denn die Blüten verlieren so den geschmacksgebenden Blütenstaub.

Die Sahne erhitzen und die Holunderblütendolden damit überbrühen.

Die Holunderblütensahne ein bis zwei Stunden ziehen lassen, danach durch ein feines Sieb abfiltern.

Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren.

Die Eier einzeln nacheinander einrühren.

Dann die Holunderblütensahne und die Zitronenschale unterrühren.

Das Mehl mit dem Backpulver mischen und löffelweise unterheben.

Den Kuchen bei 160 Grad im vorgeheizten Umluftherd für ungefähr 55 Minuten backen.

Den Kuchen abkühlen lassen.

Für die Glasur Holunderblütenzucker oder Puderzucker mit Holunderblütensirup oder Zitronensaft glattrühren.

Den Kuchen glasieren und mit einigen Holunderblüten verzieren.