Der Sommer war heiß, extrem trocken und die Vögel hungrig. Die wenigen Holunderbeeren, die noch auf unseren Büschen hängen werden es nicht bis zur Reife schaffen.

Die Vielseitigkeit und Verarbeitungsmöglichkeiten von Holunderbeeren erstaunt mich immer wieder aufs Neue. Denn sogar die grünen, unreifen Holunderbeeren lassen sich hervorragend als pikante „Falsche Kapern“ einlegen.

Ich verwende für die Holunderbeeren-Kapern immer sehr kleine Gläser. Schon wenige der pikanten Beeren reichen aus, um eine feine Sahnesoße oder Remoulade für Kartoffelgerichte herzustellen. Wie echte Kapern können sie auch mediterrane Gerichte wie Pizza und Pasta würzen.

Für dieses Rezept werden folgende Zutaten benötigt:
  • 100 g unreife, grüne Holunderbeeren
  • 2 Teelöffel Salz
  • 200 g Wasser
  • 100 g Apfelessig
  • 1 Teelöffel Honig oder brauner Zucker
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 2 bis 3 kleine Zweige Kräuter, wie zum Beispiel Dost, Thymian und Estragon
Zubereitung:

Die Beeren von den Stielen trennen und reinigen.

Wasser und Salz mischen und dann die Beeren im Salzwasser für gut 20 Minuten kochen. So werden die Bitterstoffe reduziert.

Danach die Beeren abseihen und auf die vorbereiteten Schraubgläser verteilen. Das Kochwasser wird weggeschüttet, denn es enthält das giftige Sambucin.

Kräuter und Knoblauchzehe klein schneiden.

Apfelessig, Honig bzw. Zucker, Knoblauchzehe und Kräuter in einen Topf geben und sprudelnd aufkochen.

Für etwa 5 Minuten köcheln lassen.

Dann mit dem sehr heißen Sud die Holunderbeeren in den Gläsern übergießen und die Deckel sofort schließen.

Jetzt müssen die Holunderbeeren-Kapern für gut zwei Wochen an einem kühlen Ort ziehen, damit sie ihr volles Aroma erlangen.